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Höhenwarnanlage Geschwister-Scholl-Straße / Änderungen im Busverkehr

18.12.2019

Achtung: Ab dem 7. Januar Änderungen im Elmshorner Busverkehr

Für den Bau der Lkw-Höhenwarnanlage neben dem Bahnhof muss die Geschwister-Scholl-Straße ab dem 7. Januar 2020 voll gesperrt werden. Das hat Auswirkungen auf die Fahrpläne der Buslinien 6500, 6501, 6502, 6503 und 6504. Der Bahnverkehr rollt wie gewohnt weiter. Planmäßig sollen die Arbeiten Ende Februar abgeschlossen sein.
Ortstermin zur Höhenwarnanlage Geschwister-Scholl-Straße mit Lars Bredemeier (v. l.), Claudius Mozer, Dr. Thomas Becker und Jessica Bruns.

Ortstermin zur Höhenwarnanlage Geschwister-Scholl-Straße mit Lars Bredemeier (v. l.), Claudius Mozer, Dr. Thomas Becker und Jessica Bruns.
Foto: Herr Hinz, Stadt Elmshorn

Allein in den vergangenen vier Wochen haben sich sechs Lkw in der Bahnunterführung verkeilt, weil die Fahrer die Höhe ihrer Brummis falsch eingeschätzt haben. „Das kann auf Dauer keine Brücke ab“, sagt Elmshorns Baustadtrat Lars Bredemeier. „Wir befürchten, dass, wenn die Brücke nochmals beschädigt wird, auch der Eisenbahnverkehr nach beziehungsweise von Hamburg, Sylt, Kiel, Flensburg und Dänemark gefährdet ist.“ Um die Unterführung abzusichern, bauen Stadt und Deutsche Bahn AG ab dem 7. Januar eine Lkw-Höhenwarnanlage.

Vollsperrung zum Schutz der Arbeiter

Dafür muss die Geschwister-Scholl-Straße bis voraussichtlich 28. Februar 2020 voll gesperrt werden. „Es gibt keine Alternative“, erklärt Bauleiterin Annika Markull. „Es gibt eine Arbeitsschutzrichtlinie, die nichts anderes zulässt.“ Denn der vorgeschriebene Sicherheitsabstand vorbeirollender Fahrzeuge zu den Arbeitern lasse sich an der Engstelle nicht anders einhalten, auch nicht mit einer halbseitigen Sperrung. „Bei 1,75 Meter Restbreite passt da kein Bus mehr durch“, so Markull.

Im Interview erklärt Bauleiterin Annika Markull den NDR-Reportern, warum die Bauarbeiten so kompliziert sind.

Im Interview erklärt Bauleiterin Annika Markull den NDR-Reportern, warum die Bauarbeiten so kompliziert sind.
Foto: Herr Hinz, Stadt Elmshorn

Die Busse verkehren daher während der Bauphase nur bis zur Holstenstraße, zum Holstenplatz beziehungsweise zur Panjestraße neben dem Bahnhof. Wer auf der jeweils anderen Seite weiterfahren muss, der muss einmal zu Fuß durch den Bahnhofstunnel. „Die Busse sind aufeinander abgestimmt“, sagt Jessica Bruns, Betriebsleiterin der Kreisverkehrsgesellschaft in Pinneberg (KViP). Auch die Anschlüsse an die Bahnen seien gewährleistet. Von den Umstellungen betroffen sind die Linien 6500, 6501, 6502, 6503 und 6504.

Seit Donnerstag, 19. Dezember, sind die geänderten Fahrpläne auf den Internetseiten der Stadt Elmshorn, der KViP und des HVV einsehbar. Sie werden auch in der Echtzeit-Fahrplanauskunft des HVV berücksichtigt. Zudem sind Aushänge und Flyer in den Fahrzeugen sowie im Rathaus geplant. „Jeder sollte wissen, dass es ab dem 7. Januar Änderungen gibt“, sagt Bruns. Der normale Autoverkehr werde so umgeleitet, wie es von den zahlreichen Lkw-Unfällen bereits bekannt sei.


Die Fahrplan-Änderungen in der Übersicht: [PDF: 6,2 MB]

Die aktuellen Fahrpläne aller Linien gibt es auch unter hvv.de > Fahrpläne > Linienfahrplan im Internet.


„Wir haben ein komplett neues Konzept erstellt, das war eine Menge Arbeit“, so Bruns. Schließlich seien täglich 16 Stadtbusse im Einsatz, die beinahe alle die Bahnunterführung passieren müssen. Sie befördern jährlich rund zwei Millionen Passagiere, wie Claudius Mozer, Leiter ÖPNV-Management beim Kreis Pinneberg, unterstreicht. „Da muss man mit Fingerspitzengefühl zu Werke gehen“, sagt er. Es handele sich um einen sehr nachfragestarken Stadtbusverkehr.

Visualisierung der Höhenwarnanlage auf der Westseite

Foto: Ingenieurbüro Mohn GmbH

Die Höhenwarnanlage selbst besteht aus einem fest verankerten Stahlträger, von dem eine Tafel herunterhängt. Sie soll den Lkw-Fahrern unmissverständlich klar machen: Wenn es knallt, ist der Brummi zu hoch für die Brücke. Zulässig sind maximal 2,40 Meter.

Langes Warten auf die Kampfmittelsondierung

Visualisierung der Höhenwarnanlage auf der Südostseite

Foto: Ingenieurbüro Mohn GmbH

Da nicht klar war, ob es sich bei den Standorten der Stahlträger um Kampfmittelverdachtsflächen handelt, hat die Stadt den Kampfmittelräumdienst befragt. Dieser benötigte 20 Wochen für die Durchsicht der Bomben-Akten. Jetzt liegt das Ergebnis vor: Im Vorfeld der Bauarbeiten muss eine Sondierung der neun Quadratmeter großen Flächen erfolgen. Auf der Westseite der Unterführung soll die Anlage am benachbarten Parkplatz verankert werden, auf der Südostseite auf der bestehenden Spundwand – eine andere Lösung wäre aufgrund zweier Hauptleitungen im Boden deutlich aufwändiger und damit teurer.

Die reinen Baukosten von rund 120.000 bis 125.000 Euro teilen sich Stadt und Deutsche Bahn AG, das gilt auch für weitere 25.000 Euro, die beispielsweise für die Planung und Kampfmittelsondierung fällig werden.

 

Elmshorn Mobil